Rückblick: Fachtag „Menschenverachtende Einstellungen im Internet – Handlungsstrategien für Pädagog*innen“ am 13.06.2019

Eine Veranstaltung des Netzwerks für Demokratie und Courage M-V und des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik (Universität Rostock)

Der Fachtag findet am 13.06.2019 ganztägig im Universitätshauptgebäude der Universität Rostock statt und richtet sich an (zukünftige) pädagogische Fachkräfte, welche im Kontext von Schule tätig sind, wie Studierende und Lehrende der bildungswissenschaftlichen Fächer, Referendar*innen, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Sozial- und Medienpädagog*innen sowie an alle Interessierte.

Formen von Menschenverachtung, wie Hate Speech, (Cyber)Mobbing oder Fake News, stellen Pädagog*innen seit einigen Jahren vor Herausforderungen, da diese nicht nur digitale, sondern letztendlich ganz reale Auswirkungen haben. Den demokratischen Grundwerten unseres Landes verpflichtet, haben Pädagog*innen den Auftrag Toleranz, Chancengleichheit und Partizipation zu fördern. Zudem haben sie einen Schutzauftrag für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Einerseits geht es darum hinzuschauen und einzugreifen, wenn Heranwachsende bspw. von (Cyber)Mobbing betroffen sind. Anderseits muss es darum gehen, Chancen und Herausforderungen mediatisierter Alltagswelten zum Thema in der pädagogischen Praxis zu machen. Da Aufwachsen schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts als mediatisiert und Gewalt (darunter auch Menschenverachtung) seit jeher als Bestandteil menschlichen Zusammenlebens gilt, sind diese Handlungsanforderungen nicht neu, im Kontext digitaler Alltagswelten jedoch zunehmend komplexer.

Auch wenn digitale Medien oftmals als Quell von Störungen ausgemacht werden, können diese gleichermaßen genutzt werden, um handlungsorientierte und demokratiestärkende Projekte, die an der Lebenswelt der Heranwachsenden ansetzen, aktiv umzusetzen. Heranwachsende können auch im Digitalen lernen, kritisch reflektiert zu handeln, sich selber zu schützen und klar gegen Ausgrenzung zu positionieren. Verschiedene Träger der Freien Kinder- und Jugendbildung sowie Medienbildung haben hierzu Konzepte und Methoden entwickelt, welche die Herausforderungen und Chancen mediatisierter Alltagswelten zum Ausgangspunkt ihrer Bildungsarbeit machen. Neben verschiedener Fachvorträge bekommen die Teilnehmenden in einer Workshop-Phase Einblicke in die Arbeitsweisen und Methoden verschiedener Akteure im Bereich demokratiestärkender, medienpädagogischer Kinder- und Jugendarbeit und lernen so mögliche Kooperationspartner für eigene Projekte kennen.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur anerkannte Lehrerfortbildung. Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben. Die Veranstaltung wird vom Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. sowie dem Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik finanziert.

Das Netzwerk für Demokratie und Courage M-V sowie das Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik lädt Sie herzlich ein und freut sich über Ihre Teilnahme.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier:

Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik
August-Bebel-Str. 28
18055 Rostock

Organisation

Stefanie Veith, M.A.
Tel.: 0381 498 2669
stefanie.veithuni-rostockde

Anmeldung (bitte per E-Mail unter Nennung Ihrer Tätigkeit):

Jule Ruhland (studentische Mitarbeiterin)

Jule.ruhlanduni-rostockde

Tagungsort:

Aula im Universitätshauptgebäude, Universitätsplatz 1, 18055 Rostock

 

 

Flyer zur Tagung

Stephanie Dahn (Netzwerk f. Demokratie und Courage M-V)
Prof. Meike Klettke (Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement der Universität Rostock)
Dr. Lars Schulhoff (Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung M-V)
Stefanie Veith (Universität Rostock/IASP)
Christina Dinar (Amadeu Antonio Stiftung)
Teilnehmende des Fachtages in der Aula der Universität Rostock